Gezielte Kegelübungen gehören zu den bekanntesten Methoden des Beckenbodentrainings. Sie können dazu beitragen, die Beckenbodenmuskulatur zu aktivieren und beispielsweise bei Blasenschwäche, nach einer Schwangerschaft oder zur Verbesserung der Rumpfstabilität sinnvoll sein. Wie wirksam das Training ist, hängt jedoch unter anderem von der korrekten Ausführung und der individuellen Ausgangssituation ab.

In diesem Artikel erfährst du, wann Kegelübungen sinnvoll sein können, welche Rolle sie beim Beckenbodentraining spielen und welche Möglichkeiten es gibt, die Beckenbodenmuskulatur gezielt zu aktivieren, zum Beispiel mit dem MyPelvi Beckenbodenstuhl.

Was sind Kegelübungen?

Kegelübungen sind gezielte Kontraktionsübungen für deinen Beckenboden, also für die Muskulatur, die tief im Inneren deines Körpers liegt und wie ein Trampolin deine Beckenorgane stützt: Blase, Darm, Gebärmutter (bei Frauen) und Prostata (beim Mann).

Du kannst dir den Beckenboden wie das Fundament deines Körpers vorstellen. Er hält alles an Ort und Stelle, unterstützt deine Haltung und spielt eine zentrale Rolle bei der Kontrolle von Urin, Stuhl und sogar beim Sex. Und genau hier setzen Kegelübungen an: Sie helfen dir, diese Muskulatur bewusst zu aktivieren, zu kräftigen und besser zu kontrollieren.

Wenn du zum Beispiel beim Niesen oder Lachen schon mal ein paar Tröpfchen verloren hast, kennst du das Problem: Dein Beckenboden war in dem Moment nicht stark oder reaktionsschnell genug. Kegelübungen sollen genau das verbessern.

So funktioniert eine klassische Beispiel-Kegelübung:

  • Du spannst gezielt den Beckenbodenmuskel an, so als würdest du den Harnstrahl beim Wasserlassen unterbrechen. (Achtung: Bitte nicht regelmäßig beim tatsächlichen Toilettengang üben, das kann schaden!)
  • Du hältst die Spannung für einige Sekunden und atmest ruhig weiter.
  • Danach entspannst du die Muskulatur wieder vollständig.
  • Das Ganze wiederholst du rund 8 bis 10 Mal für 5 Sekunden und steigerst dich langsam.
  • Du kannst die Übung im Stehen, Sitzen oder Liegen machen.

Jetzt kennst du den Ablauf einer klassischen Kegelübung. Kegelübungen können dabei helfen, die Beckenbodenmuskulatur gezielt anzusteuern. Vielen Menschen fällt es jedoch zunächst schwer, den Beckenboden korrekt zu aktivieren. Stattdessen werden unbewusst die Gesäß-, Bauch- oder Oberschenkelmuskeln angespannt.

Die Beckenbodenmuskulatur besteht aus mehreren Muskelschichten, deren gezielte Ansteuerung Übung und Körperwahrnehmung erfordert. Deshalb kann es sinnvoll sein, das Training unter fachlicher Anleitung durchzuführen oder durch geeignete Trainingsmethoden zu unterstützen.

Der MyPelvi Beckenbodenstuhl nutzt Magnetwellentechnologie, um Muskelkontraktionen auszulösen und kann so das Training der Beckenbodenmuskulatur unterstützen. Die Magnetimpulse können auch tiefer liegende Muskelschichten erreichen, die sich durch bewusstes Anspannen häufig nur schwer gezielt aktivieren lassen.

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Warum heißen Kegelübungen eigentlich Kegelübungen?

Der Name „Kegelübungen“ geht zurück auf Dr. Arnold H. Kegel, einen amerikanischen Gynäkologen, der in den 1940er-Jahren gezielte Übungen für den Beckenboden entwickelte. Sein Ziel war es, Frauen nach der Geburt eine nicht-invasive Möglichkeit zu geben, Inkontinenz und Beckenbodenschwäche zu behandeln. Ganz natürlich und ohne Operation.

Dr. Kegel erkannte früh die Beschwerden, über die Frauen damals (und auch heute noch) eher ungern sprechen, wie Urinverlust, ein Druckgefühl im Unterleib oder verminderte sexuelle Empfindsamkeit. Diese Beschwerden sind oft auf eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur zurückzuführen. Seine Lösung: ein einfaches, aber gezieltes Muskeltraining.

Er entwickelte nicht nur die Übungen selbst, sondern auch ein Gerät zur Messung der Muskelkraft im Beckenboden, das sogenannte Perineometer. Damit konnten Fortschritte erstmals sichtbar gemacht werden, ein echter Meilenstein in der Frauengesundheit also.

Was damals eine bahnbrechende Methode in der Gynäkologie war, ist heute unter dem Begriff „Kegelübungen“ weltweit bekannt und längst nicht mehr nur für Frauen gedacht.

Kurz gesagt:

  • Die Übungen wurden von Dr. Arnold Kegel entwickelt
  • Ursprünglich gedacht zur Rückbildung nach der Geburt
  • Heute ein bekanntes Mittel zur Kräftigung des Beckenbodens, bei Frauen und Männern

Auch wenn sich das Beckenbodentraining seitdem weiterentwickelt hat, werden diese Übungen bis heute als Kegelübungen bezeichnet. Sie können ein sinnvoller Bestandteil des Beckenbodentrainings sein. Ergänzend stehen heute weitere Trainingsmethoden zur Verfügung. Der MyPelvi Beckenbodenstuhl nutzt Magnetwellentechnologie, um Muskelkontraktionen auszulösen und so das Training der Beckenbodenmuskulatur zu unterstützen.

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Wie sinnvoll sind Kegelübungen?

Dein Beckenboden stützt deine inneren Organe und ist maßgeblich an Kontinenz, Körperhaltung und sexueller Empfindsamkeit beteiligt. Ein trainierter Beckenboden hilft dir also, dich sicherer, stabiler und insgesamt wohler in deinem Körper zu fühlen.

Kegelübungen können deine Beckenbodengesundheit wissenschaftlich erwiesen stärken. Zumindest kurzfristig über rund drei Monate hinweg, wie eine Studie an Frauen mittleren Alters herausfand [1]. Eine weitere Studie bestätigte ebenfalls die Wirksamkeit von Kegelübungen bei Menschen mit Mischinkontinenz und Stressinkontinenz [2].

Doch so sinnvoll Kegelübungen auch sind, in der Praxis zeigen sich oft klare Grenzen. Viele wissen gar nicht genau, wie sie den Beckenboden richtig ansteuern sollen. Stattdessen wird häufig unbewusst der Po, der Bauch oder die Oberschenkel angespannt, während der Beckenboden außen vor bleibt. Ohne professionelle Anleitung oder Rückmeldung fällt es vielen Menschen schwer, zu erkennen, ob sie überhaupt die richtige Muskulatur trainieren.

Hinzu kommt:

  • Der Trainingseffekt hängt stark von der Regelmäßigkeit ab. Viele vergessen im Alltag schlichtweg, die Übungen durchzuführen
  • Erfolge brauchen Zeit, Disziplin und Geduld, oft Wochen oder Monate.
  • Wer falsch trainiert, kann Trainingserfolge verhindern und sogar Verspannungen im Beckenboden verursachen. 

Erfahre, wie du einen verspannten Beckenboden erkennst

 

MyPelvi: Effektives Beckenbodentraining ohne Anstrengung

Der MyPelvi Beckenbodenstuhl bietet eine moderne Möglichkeit, die Beckenbodenmuskulatur zu trainieren. Während du auf dem Stuhl sitzt, löst die Magnetwellentechnologie Muskelkontraktionen aus und kann so das Training der Beckenbodenmuskulatur unterstützen. Dabei können auch tiefer liegende Muskelschichten erreicht werden, die sich durch bewusstes Anspannen häufig nur schwer gezielt aktivieren lassen. Das Training erfolgt im Sitzen und ohne aktive körperliche Anstrengung.

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Wie oft soll ich den Beckenboden trainieren und woran merke ich, ob’s was bringt?

Grundsätzlich gilt: Ein Beckenboden will regelmäßig trainiert werden, damit er stark, elastisch und einsatzbereit bleibt. Ähnlich wie bei jeder anderen Muskelgruppe braucht es einen gewissen Trainingsreiz sowie Regeneration, um Fortschritte zu erzielen.

Wenn du klassische Kegelübungen machst, wird empfohlen, täglich oder sogar mehrmals täglich zu trainieren. Oft liest man von 3 bis 4 Sätzen mit je 10 Wiederholungen. Was machbar klingt, wird in der Realität aber schnell vergessen. Noch dazu dauert es meist mehrere Wochen, bis du spürbare Veränderungen wahrnimmst. Vorausgesetzt, du führst die Übungen korrekt aus.

Woran du erkennen kannst, dass sich dein Beckenbodentraining auszahlt

Wie sich die Beckenbodenmuskulatur entwickelt, ist individuell unterschiedlich. Mögliche Anzeichen dafür, dass sich die Funktion der Beckenbodenmuskulatur verbessert, können sein:

  • Du verspürst seltener oder weniger plötzlich starken Harndrang.
  • Es fällt dir leichter, beim Husten, Niesen, Lachen oder Springen den Urin zu halten.
  • Du nimmst deine Körpermitte im Alltag als stabiler wahr.
  • Beim Geschlechtsverkehr kann sich das Körpergefühl oder die Wahrnehmung verändern.

Diese Veränderungen treten nicht bei allen Menschen auf und können je nach Ursache der Beschwerden, Trainingsumfang und individueller Ausgangssituation unterschiedlich ausfallen. Bei anhaltenden Beschwerden oder Unsicherheiten ist eine medizinische Abklärung empfehlenswert.

Fazit: Kegelübungen? Okay. 

Ein gut funktionierender Beckenboden kann einen wichtigen Beitrag zu Kontinenz, Stabilität und Lebensqualität leisten. Kegelübungen können das Beckenbodentraining unterstützen, erfordern jedoch eine korrekte Ausführung und regelmäßiges Üben, um die Muskulatur gezielt anzusteuern.

Der MyPelvi Beckenbodenstuhl kann eine sinnvolle Ergänzung zum klassischen Beckenbodentraining sein. Die Magnetwellentechnologie löst Muskelkontraktionen aus und kann so das Training der Beckenbodenmuskulatur unterstützen. Dabei können auch tiefer liegende Muskelschichten erreicht werden, die sich durch bewusstes Anspannen häufig nur schwer gezielt aktivieren lassen. Das Training erfolgt im Sitzen und ohne aktive körperliche Anstrengung.

Referenzen 

  1. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1155/2014/640262
  2. https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.3109/01443615.2014.960831

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