Gezielte Kegelübungen, also Übungen für den Beckenboden, können gegen Inkontinenz helfen, Rückenschmerzen lindern und das Wohlbefinden steigern. Aber sind Kegelübungen wirklich der beste Weg, um deinen Beckenboden zu trainieren? Erfahre von MyPelvi, wie sinnvoll Kegelübungen sind und welches Beckentraining als besonders aktivierend gilt.

Was sind Kegelübungen?

Kegelübungen sind gezielte Kontraktionsübungen für deinen Beckenboden, also für die Muskulatur, die tief im Inneren deines Körpers liegt und wie ein Trampolin deine Beckenorgane stützt: Blase, Darm, Gebärmutter (bei Frauen) und Prostata (beim Mann).

Du kannst dir den Beckenboden wie das Fundament deines Körpers vorstellen. Er hält alles an Ort und Stelle, unterstützt deine Haltung und spielt eine zentrale Rolle bei der Kontrolle von Urin, Stuhl und sogar beim Sex. Und genau hier setzen Kegelübungen an: Sie helfen dir, diese Muskulatur bewusst zu aktivieren, zu kräftigen und besser zu kontrollieren.

Wenn du zum Beispiel beim Niesen oder Lachen schon mal ein paar Tröpfchen verloren hast, kennst du das Problem: Dein Beckenboden war in dem Moment nicht stark oder reaktionsschnell genug. Kegelübungen sollen genau das verbessern.

So funktioniert eine klassische Beispiel-Kegelübung:

  • Du spannst gezielt den Beckenbodenmuskel an, so als würdest du den Harnstrahl beim Wasserlassen unterbrechen. (Achtung: Bitte nicht regelmäßig beim tatsächlichen Toilettengang üben, das kann schaden!) 
  • Du hältst die Spannung für einige Sekunden und atmest ruhig weiter. 
  • Danach entspannst du die Muskulatur wieder vollständig. 
  • Das Ganze wiederholst du rund 8 bis 10 Mal für 5 Sekunden und steigerst dich langsam.  
  • Du kannst die Übung im Stehen, Sitzen oder Liegen machen.

Jetzt kennst du den Ablauf einer klassischen Kegelübung. Das Problem: Mit den Kegelübungen trainierst du vor allem die äußere Schicht deines Beckenbodens. Dein Beckenboden besteht allerdings aus drei Schichten. 

Diese Schichten lassen sich nur mit großer Disziplin und Anstrengung bewusst ansteuern. Viele Menschen spannen aus Versehen Po-, Bauch- oder Oberschenkelmuskeln an, aber eben nicht den Beckenboden.

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Warum heißen Kegelübungen eigentlich Kegelübungen?

Der Name „Kegelübungen“ geht zurück auf Dr. Arnold H. Kegel, einen amerikanischen Gynäkologen, der in den 1940er-Jahren gezielte Übungen für den Beckenboden entwickelte. Sein Ziel war es, Frauen nach der Geburt eine nicht-invasive Möglichkeit zu geben, Inkontinenz und Beckenbodenschwäche zu behandeln. Ganz natürlich und ohne Operation.

Dr. Kegel erkannte früh die Beschwerden, über die Frauen damals (und auch heute noch) eher ungern sprechen, wie Urinverlust, ein Druckgefühl im Unterleib oder verminderte sexuelle Empfindsamkeit. Diese Beschwerden sind oft auf eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur zurückzuführen. Seine Lösung: ein einfaches, aber gezieltes Muskeltraining.

Er entwickelte nicht nur die Übungen selbst, sondern auch ein Gerät zur Messung der Muskelkraft im Beckenboden, das sogenannte Perineometer. Damit konnten Fortschritte erstmals sichtbar gemacht werden, ein echter Meilenstein in der Frauengesundheit also.

Was damals eine bahnbrechende Methode in der Gynäkologie war, ist heute unter dem Begriff „Kegelübungen“ weltweit bekannt und längst nicht mehr nur für Frauen gedacht.

Kurz gesagt:

  • Die Übungen wurden von Dr. Arnold Kegel entwickelt
  • Ursprünglich gedacht zur Rückbildung nach der Geburt
  • Heute ein bekanntes Mittel zur Kräftigung des Beckenbodens, bei Frauen und Männern 

Auch wenn sich seither vieles weiterentwickelt hat, tragen die klassischen Übungen seinen Namen bis heute. Und auch wenn sie ihre Berechtigung haben, moderne Lösungen wie MyPelvi gehen mittlerweile einen Schritt weiter.

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Wie sinnvoll sind Kegelübungen?

Dein Beckenboden stützt deine inneren Organe und ist maßgeblich an Kontinenz, Körperhaltung und sexueller Empfindsamkeit beteiligt. Ein trainierter Beckenboden hilft dir also, dich sicherer, stabiler und insgesamt wohler in deinem Körper zu fühlen.

Kegelübungen können deine Beckenbodengesundheit wissenschaftlich erwiesen stärken. Zumindest kurzfristig über rund drei Monate hinweg, wie eine Studie an Frauen mittleren Alters herausfand [1]. Eine weitere Studie bestätigte ebenfalls die Wirksamkeit von Kegelübungen bei Menschen mit Mischinkontinenz und Stressinkontinenz [2].

Doch so sinnvoll Kegelübungen auch sind, in der Praxis zeigen sich oft klare Grenzen. Viele wissen gar nicht genau, wie sie den Beckenboden richtig ansteuern sollen. Stattdessen wird häufig unbewusst der Po, der Bauch oder die Oberschenkel angespannt, während der Beckenboden außen vor bleibt. Ohne professionelle Anleitung oder Rückmeldung fällt es vielen Menschen schwer, zu erkennen, ob sie überhaupt die richtige Muskulatur trainieren.

Hinzu kommt:

  • Der Trainingseffekt hängt stark von der Regelmäßigkeit ab. Viele vergessen im Alltag schlichtweg, die Übungen durchzuführen
  • Erfolge brauchen Zeit, Disziplin und Geduld, oft Wochen oder Monate.
  • Wer falsch trainiert, kann Trainingserfolge verhindern und sogar Verspannungen im Beckenboden verursachen. 

Erfahre, wie du einen verspannten Beckenboden erkennst

 

MyPelvi: Effektives Beckenbodentraining ohne Anstrengung

Hier kommt MyPelvi ins Spiel, eine moderne Trainingslösung für deinen Beckenboden. Du sitztauf einem speziellen MyPelvi-Stuhl, der mit elektromagnetischen Impulsen die Muskeln im Beckenboden stimuliert. Ganz ohne aktives Anspannen, ohne Fehlbelastung und ohne dass du dir Gedanken über Technik, Atmung oder Wiederholungen machen musst. 

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Wie oft soll ich den Beckenboden trainieren und woran merke ich, ob’s was bringt?

Grundsätzlich gilt: Ein Beckenboden will regelmäßig trainiert werden, damit er stark, elastisch und einsatzbereit bleibt. Ähnlich wie bei jeder anderen Muskelgruppe braucht es einen gewissen Trainingsreiz sowie Regeneration, um Fortschritte zu erzielen.

Wenn du klassische Kegelübungen machst, wird empfohlen, täglich oder sogar mehrmals täglich zu trainieren. Oft liest man von 3 bis 4 Sätzen mit je 10 Wiederholungen. Was machbar klingt, wird in der Realität aber schnell vergessen. Noch dazu dauert es meist mehrere Wochen, bis du spürbare Veränderungen wahrnimmst. Vorausgesetzt, du führst die Übungen korrekt aus.

Woran du erkennst, dass dein Beckenboden stärker wird

Wenn du eines oder mehrere der folgenden Anzeichen erkennst, weißt du, dass dein Beckenboden stärker wird: 

  • Du musst seltener oder weniger dringend auf die Toilette.
  • Du kannst beim Husten, Lachen oder Hüpfen besser „halten“.
  • Du fühlst dich stabiler in deiner Körpermitte.
  • Beim Sex nimmst du mehr Empfindungen wahr.
  • Rückenschmerzen lassen nach, weil dein Core besser mitarbeitet.

Fazit: Kegelübungen? Okay. 

Klar ist: Ein starker Beckenboden stärkt deine Gesundheit, dein Wohlbefinden und dein Selbstbewusstsein. Kegelübungen können dabei helfen, aber sie sind oft schwer umzusetzen, zeitaufwendig und nicht immer effektiv, wenn sie nicht korrekt ausgeführt werden. MyPelvi bietet dir eine moderne Ergänzung. Kein Durchhalten auf eigene Faust, sondern gezielte Aktivierung genau dort, wo sie gebraucht wird.

Referenzen 

  1. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1155/2014/640262
  2. https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.3109/01443615.2014.960831

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