Schließmuskel trainieren: So gelingt es
In diesem Artikel erfährst du, welche Aufgaben der Schließmuskel übernimmt, welche Ursachen hinter Beschwerden stecken können und welche Möglichkeiten es gibt, die Beckenbodenmuskulatur gezielt zu trainieren.
Über den Schließmuskel machen sich die meisten Menschen im Alltag nur wenige Gedanken. Erst wenn Beschwerden auftreten, etwa ungewollter Urinverlust beim Husten, Niesen, Lachen oder ein plötzlich starker Harndrang, wird deutlich, welche wichtige Rolle er für die Kontinenz spielt.
Die gute Nachricht: Je nach Ursache der Beschwerden kann ein gezieltes Beckenbodentraining dazu beitragen, die Funktion der Beckenbodenmuskulatur zu unterstützen. In diesem Artikel erfährst du, welche Aufgaben der Schließmuskel übernimmt, welche Ursachen hinter Beschwerden stecken können und welche Möglichkeiten es gibt, die Beckenbodenmuskulatur gezielt zu trainieren, zum Beispiel mit dem MyPelvi Beckenbodenstuhl.
Der Begriff „Schließmuskel“ bezeichnet mehrere spezielle Muskelstrukturen im Körper, die für das bewusste oder unbewusste Verschließen von Körperöffnungen verantwortlich sind.
Medizinisch korrekt spricht man von Sphinktermuskeln. Im Zusammenhang mit Beckenboden und Kontinenz sind vor allem zwei Schließmuskeln relevant: der Analsphinkter (am After) und der Harnröhrenschließmuskel (am Blasenausgang).
Der Analsphinkter besteht aus zwei Anteilen:
Ein Muskel, der unbewusst arbeitet (sogenannter glatter Muskel) und konstant einen Grundtonus aufrechterhält, um den After verschlossen zu halten. Er sorgt dafür, dass es auch ohne bewusstes Zutun nicht zu ungewolltem Stuhlverlust kommt.
Ein Muskel, der willentlich kontrolliert werden kann (querliegender Muskel). Er wird aktiv angespannt, wenn bewusst Stuhl oder Urin zurückgehalten werden sollen, etwa bei plötzlichem Harndrang, Niesen oder beim Toilettengang.
Der Harnröhrenschließmuskel (Musculus sphincter urethrae) spielt eine zentrale Rolle bei der Kontrolle der Blasenentleerung. Er liegt am Übergang von der Harnblase in die Harnröhre und reguliert den Abfluss des Urins. Der Schließmuskel setzt sich aus zwei Muskeltypen zusammen:
Beide Schließmuskeln arbeiten eng mit dem gesamten Beckenboden zusammen. Der Beckenboden ist ein muskuläres Netzwerk, das wie eine Hängematte die Organe im Becken stützt und gleichzeitig an den Halte- und Schließfunktionen beteiligt ist. Funktioniert der Beckenboden nicht optimal, kann auch die Leistungsfähigkeit der Schließmuskeln beeinträchtigt sein.
Schließmuskeln sichern die Kontinenz und tragen entscheidend zur Lebensqualität bei. Sie ermöglichen, dass Stuhl, Urin und Darmgase nur dann abgegeben werden, wenn es gewollt ist. Gleichzeitig schützen sie den Körper vor unkontrolliertem Verlust von Ausscheidungen bei plötzlichem Druckanstieg im Bauchraum, etwa beim Niesen, Husten oder Heben.
Durch ihr Zusammenspiel mit dem Beckenboden stabilisieren sie außerdem die Organe im Beckenbereich. Eine Störung ihrer Funktion kann sowohl körperlich als auch emotional stark belasten.
Der MyPelvi Beckenbodenstuhl nutzt Magnetwellentechnologie, um Muskelkontraktionen auszulösen und so das Training der Beckenbodenmuskulatur zu unterstützen. Die Magnetimpulse können auch tiefer liegende Muskelschichten der Beckenbodenmuskulatur erreichen, die sich durch bewusstes Anspannen häufig nur schwer gezielt aktivieren lassen. Das Training erfolgt im Sitzen und ohne aktive körperliche Anstrengung.
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Ein geschwächter Schließmuskel macht sich häufig zunächst schleichend bemerkbar. Anfangs können die Symptome nur gelegentlich auftreten, werden aber ohne gezielte Gegenmaßnahmen häufig stärker. Die Beschwerden unterscheiden sich je nach betroffenem Schließmuskel.
Die Anzeichen für eine Schließmuskelschwäche müssen nicht immer nur körperlich sein. Betroffene erleben häufig auch Faktoren, wie:
Nicht alle Beschwerden deuten zwangsläufig auf eine Schließmuskelschwäche hin. Ähnliche Symptome können auch durch andere Ursachen wie Reizdarm, Harnwegsinfekte, neurologische Erkrankungen oder hormonelle Veränderungen entstehen.
Eine ärztliche Abklärung ist daher empfehlenswert, um die genaue Ursache zu bestimmen.
Je früher eine beginnende Schwäche erkannt wird, desto besser sind die Chancen, mit gezielten Maßnahmen den Schließmuskel zu stabilisieren und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
Die Funktion der Schließmuskeln kann durch verschiedene innere und äußere Faktoren beeinträchtigt werden. Dabei wirken häufig mehrere Ursachen zusammen. Entscheidend ist, frühzeitig Risikofaktoren zu kennen, um vorbeugend handeln zu können.
Oft handelt es sich nicht um eine einzige Ursache, sondern um ein Zusammenwirken mehrerer Faktoren. Deshalb ist bei Schließmuskelschwäche eine sorgfältige medizinische Abklärung sinnvoll, um die individuell passende Therapie und Prävention zu wählen.
Grundsätzlich besitzt der Schließmuskel, insbesondere der äußere Anteil, ein gewisses Regenerationspotenzial. Dieses hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab, wie der Art und Schwere der Schädigung, dem Alter der betroffenen Person, dem Trainingszustand des Beckenbodens und der konsequenten Anwendung therapeutischer Maßnahmen.
Der äußere Analsphinkter und der äußere Harnröhrenschließmuskel bestehen aus quergestreifter Muskulatur, ähnlich wie die Muskulatur der Arme oder Beine. Quergestreifte Muskeln lassen sich durch gezieltes Training stärken und aufbauen. Bei frühzeitiger Therapie kann durch regelmäßiges Training die Kraft und Kontrolle des Schließmuskels verbessert werden.
Bei funktionellen Beeinträchtigungen ohne schwerwiegende strukturelle Schäden an Muskeln oder Nerven kann sich die Funktion der Beckenbodenmuskulatur im Laufe der Zeit verbessern. Wie gut eine Regeneration gelingt, hängt unter anderem von der Ursache der Beschwerden, der individuellen Ausgangssituation und den gewählten Behandlungsmaßnahmen ab.
Regelmäßiges, individuell angepasstes Beckenbodentraining kann dazu beitragen, Muskelkraft, Koordination und die bewusste Ansteuerung der Beckenbodenmuskulatur zu fördern. Auch nach längerer Zeit können Trainingsmaßnahmen sinnvoll sein.
Der MyPelvi Beckenbodenstuhl kann das Beckenbodentraining sinnvoll ergänzen. Die Magnetwellentechnologie löst Muskelkontraktionen aus und kann so das Training der Beckenbodenmuskulatur unterstützen. Die Magnetimpulse können auch tiefer liegende Muskelschichten erreichen, die sich durch bewusstes Anspannen häufig nur schwer gezielt aktivieren lassen.
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Die gezielte Aktivierung der Beckenbodenmuskulatur kann dazu beitragen, die Körperwahrnehmung sowie die bewusste Ansteuerung der Muskulatur zu fördern. Der MyPelvi Beckenbodenstuhl nutzt Magnetwellentechnologie, um Muskelkontraktionen auszulösen und so das Training der Beckenbodenmuskulatur zu unterstützen. Dabei können auch tiefer liegende Muskelschichten erreicht werden, die sich durch bewusstes Anspannen häufig nur schwer gezielt aktivieren lassen.
Das Training erfolgt in bequemer Alltagskleidung und im Sitzen. Die Trainingsintensität wird individuell an die persönlichen Voraussetzungen und Bedürfnisse angepasst und von geschulten Fachpersonen eingestellt.
Ergänzende Übungen zur Verbesserung der Körperwahrnehmung und zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur können das Beckenbodentraining sinnvoll ergänzen. Vor Beginn eines Trainings ist eine ärztliche Abklärung empfehlenswert, um individuelle Voraussetzungen und mögliche Kontraindikationen zu berücksichtigen.
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Durch das Training auf dem Beckenbodenstuhl werden falsche Bewegungsmuster vermieden, die bei unbegleitetem Training häufig auftreten und den Erfolg gefährden könnten. Regelmäßige Überprüfung des Trainingsfortschritts sorgt dafür, dass das Training dem jeweiligen Leistungsstand angepasst werden kann.
Je nach Ausgangslage können sich erste Unterschiede nach wenigen Wochen zeigen. Für einen nachhaltigen Muskelaufbau und eine stabile Schließfunktion ist jedoch ein längerfristiges, kontinuierliches Training über mehrere Wochen oder Monate erforderlich.
Die gute Nachricht: Mit dem richtigen Programm und professioneller Begleitung ist es für viele Menschen möglich, die Funktion der Schließmuskulatur deutlich zu verbessern und mehr Sicherheit im Alltag zu gewinnen.
Beschwerden im Bereich des Schließmuskels oder der Kontinenz sind weit verbreitet und können Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen betreffen. Umso wichtiger ist es, Beschwerden frühzeitig ernst zu nehmen und bei Bedarf medizinisch abklären zu lassen.
Ein individuell angepasstes Beckenbodentraining kann dazu beitragen, die Funktion der Beckenbodenmuskulatur sowie die bewusste Ansteuerung der Muskulatur zu fördern. Der MyPelvi Beckenbodenstuhl kann das Beckenbodentraining sinnvoll ergänzen. Die Magnetwellentechnologie löst Muskelkontraktionen aus und kann so das Training der Beckenbodenmuskulatur unterstützen. Dabei können auch tiefer liegende Muskelschichten erreicht werden, die sich durch bewusstes Anspannen häufig nur schwer gezielt aktivieren lassen.
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung oder Diagnose. Bei Beschwerden wende dich an medizinisches Fachpersonal.