Erektionsstörung nach Prostata-OP: Das kannst du jetzt tun
Nach einer Prostatektomie erleben viele Männer erstmal, dass im Schlafzimmer nicht mehr alles so funktioniert wie vorher. MyPelvi klärt auf.
Du hast eine radikale Prostata-OP hinter dir oder stehst kurz davor? Dann hast du dir wahrscheinlich schon die Frage gestellt: „Wann läuft das mit der Erektion eigentlich wieder?“ Und falls ja: Du bist nicht allein. Nach einer Prostatektomie erleben viele Männer erstmal, dass im Schlafzimmer nicht mehr alles so funktioniert wie vorher. Das ist absolut normal. Viel wichtiger ist: Es gibt Wege, wie du aktiv etwas tun kannst. MyPelvi zeigt auf, welche Rolle der Beckenboden dabei spielt – und wie du ihn gezielt ansprechen kannst.
Wenn dir bei der OP die ganze Prostata entfernt wurde, kann das Auswirkungen auf die Erektion haben. Der Grund: Direkt neben der Prostata verlaufen extrem feine Nervenbahnen, die für die Erektion zuständig sind. Und obwohl Operateure heute mit hochpräzisen Techniken arbeiten, können diese Nerven trotzdem in Mitleidenschaft gezogen werden – einfach, weil sie so dicht am Operationsgebiet liegen.
Auch der Eingriff selbst, die Wundheilung, deine körperliche Erholung und der seelische Stress rund um die Diagnose und Behandlung haben Einfluss darauf, wie schnell (und wie gut) deine Erektionsfähigkeit zurückkommt.
Je nach OP-Methode, Alter, Gesundheitszustand und ob die Nerven „geschont“ werden konnten, berichten Fachleute von ganz unterschiedlichen Zahlen. Manche Studien sprechen davon, dass etwa 85 % der Männer nach der OP mit Erektionsproblemen zu kämpfen haben. Wichtig dabei: Das ist keine persönliche Schwäche, sondern eine häufige Folge einer ernsthaften, lebensverändernden Operation.
Stell dir das so vor: Dein Körper hat jahrelang mit denselben Nervenbahnen gearbeitet – quasi wie mit einem stabilen Kabelsystem. Nach der OP wurden einige Leitungen durchtrennt, verschoben oder in eine Art Ruhemodus versetzt. Es braucht Zeit, Training und manchmal auch Unterstützung, bis das Signal wieder ankommt und dein Körper lernt, mit der neuen Situation umzugehen.
Die kurze Antwort: Nein, nicht wie vorher. Aber das bedeutet nicht, dass du keinen Orgasmus mehr erleben kannst. Wenn dir bei einer radikalen Prostatektomie die ganze Prostata entfernt wurde, dann werden dabei auch die Samenblasen und der Abschnitt der Harnröhre durchtrennt, der für den Samenerguss verantwortlich ist. Das heißt:
Es kommt kein sichtbarer Samenerguss mehr nach außen, selbst wenn du einen Orgasmus hast.
Der Orgasmus selbst bleibt in vielen Fällen möglich, aber er fühlt sich manchmal anders an: weniger intensiv, kürzer oder einfach „trocken“.
Das nennt man auch „trockenen Orgasmus“. Lust und Höhepunkt sind nicht zwingend an das Ausstoßen von Samenflüssigkeit gebunden. Dein Gehirn, deine Nerven und dein Beckenboden sind weiterhin beteiligt – auch wenn der Weg nach außen fehlt.
Was viele nicht wissen: Manche Männer spüren nach der OP weiterhin Lust und Erregung – auch wenn keine Erektion möglich ist.
Der Beckenboden ist auch hier beteiligt. Er spielt eine Rolle beim Orgasmuserleben und lässt sich gezielt trainieren – zum Beispiel durch elektromagnetisch gestütztes Training auf dem MyPelvi-Stuhl.
In sehr seltenen Fällen kommt es zu einer sogenannten retrograden Ejakulation, bei der Samenflüssigkeit in die Blase statt nach außen abgegeben wird. Das ist eher bei anderen OP-Verfahren relevant, nicht bei einer vollständigen Prostata-Entfernung.
Zeugungsfähig bist du nach einer radikalen Prostatektomie nicht mehr. Falls das Thema Familienplanung noch aktuell ist, solltest du dich vor der OP über eine Spermakonservierung beraten lassen.
Nach einer Prostata-OP verändert sich einiges – auch in Sachen Sexualität. Du wirst keinen Samenerguss mehr erleben, aber das heißt nicht, dass dein Sexleben vorbei ist. Lust, Nähe, Erregung und sogar Orgasmen sind weiterhin möglich – oft auf neue Weise. Und: Ein gezieltes Training des Beckenbodens kann dabei helfen, die Wahrnehmung und Kontrolle neu zu aktivieren.
Nach einer radikalen Prostatektomie ist es ganz normal, dass die Erektionsfähigkeit erstmal stark nachlässt oder ganz ausbleibt. Das liegt an den empfindlichen Nervenbahnen, die oft mitbetroffen sind. Je nachdem, ob diese Nerven geschont wurden, wie dein allgemeiner Gesundheitszustand ist und wie aktiv du dich um deine Regeneration kümmerst, kann sich die Potenz in unterschiedlichem Ausmaß wieder erholen.
Wichtig zu wissen: Auch das Training des Beckenbodens kann hier eine wertvolle Unterstützung sein. Denn er ist aktiv an der Erektion beteiligt – sowohl was die Durchblutung als auch die muskuläre Stützung betrifft.
MyPelvi bietet dir mit seinem Stuhl eine gezielte Trainingsmöglichkeit, bei der elektromagnetische Impulse die Beckenbodenmuskulatur ansprechen – auch, wenn du selbst den Muskel schwer wahrnehmen oder aktiv ansteuern kannst. Das kann eine sinnvolle Ergänzung zu medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen darstellen.
Wichtig: Der MyPelvi-Stuhl ist kein Medizinprodukt und ersetzt keine ärztliche Therapie. Er kann jedoch eine Option sein, um dein Beckenbodentraining gezielt zu unterstützen – je nach individueller Situation und in Absprache mit deinem medizinischen Fachpersonal.