Der Beckenboden – ein Thema, über das wir oft erst nachdenken, wenn Probleme auftreten. Dabei spielt diese unsichtbare Muskelgruppe eine so wichtige Rolle in unserem täglichen Leben, egal ob wir es bemerken oder nicht. Ob Inkontinenz, Rückenschmerzen, Rückbildung nach der Schwangerschaft, Prostatektomie oder einfach nur für mehr Lebensqualität, Performance und sexuelle Erfüllung! Finde mit uns heraus, warum es sich lohnt, den Beckenboden zu trainieren und wie du das am besten angehst.

Was zählt zur Beckenbodenmuskulatur?

Es ist sinnvoll, die Anatomie des Beckenbodens in passive und aktive Strukturen zu unterteilen. 

Die Anatomie, die für die passive Struktur des Beckenbodens verantwortlich ist, umfasst die Beckenbodenknochen und das Bindegewebe. Wichtige Verankerungspunkte für die Beckenbodenmuskulatur und das Bindegewebe sind der Schambeinast, die Sitzbeinstacheln und das Kreuzbein.

Die aktive Struktur des Beckenbodens beruht auf die Muskelschichten [3]. Die Beckenbodenmuskulatur besteht aus mehreren Muskeln, die in drei Hauptschichten unterteilt werden können. Sie befinden sich zwischen dem Schambein vorne und dem Steißbein hinten und stabilisieren unter anderem Blase, Gebärmutter und Darm [1]:

  1. Diaphragma pelvis (tiefe Schicht):
    • M. levator ani als größter Muskel des Beckenbodens (bestehend aus M. puborectalis für die Kontrolle über den Stuhlgang, M. pubococcygeus für die Aufrechterhaltung von Harn- und Darmkontinenz und M. iliococcygeus zur Stabilisierung der Organe und Beweglichkeit des Beckens)
    • M. coccygeus (Steißbeinmuskel)

  2. Diaphragma urogenitale (mittlere Schicht):
    • M. transversus perinei profundus (tiefer quer verlaufender Damm-Muskel)
    • M. transversus perinei superficialis (oberflächlicher quer verlaufender Damm-Muskel)

  3. Perineale Schicht (Äußere Schicht):
    • M. sphincter ani externus (äußerer Afterschließmuskel)
    • M. bulbospongiosus (Muskulatur um den Scheideneingang oder Penis)
    • M. ischiocavernosus (verläuft entlang der Schambein-Äste)

Zusammenfassend formen diese Muskeln eine komplexe Struktur, die für die Unterstützung der Beckenorgane, unsere Haltung und die Kontrolle der Ausscheidungsfunktionen verantwortlich ist.

Wofür ist die Beckenbodenmuskulatur notwendig?

Das sind die Aufgaben der Beckenbodenmuskulatur: 

  • Unterstützt die Kontrolle über Blase und Darm
  • Hält die Organe
  • Stabilisiert deinen gesamten Rumpf 
  • Stärkt die sexuelle Gesundheit 
  • Wirkt wie ein unsichtbares Korsett, das dich im Alltag unterstützt (z.B. beim Heben, Laufen oder Lachen) 
  • Sorgt für ein höheres Wohlbefinden und besseres Körpergefühl

Für Frauen ist die Beckenbodenmuskulatur besonders wichtig, da er eine Rolle bei Schwangerschaft, Geburt und der Orgasmusintensität spielt. Aber auch Männer profitieren von einem starken Beckenboden, da er zu einem intensiveren Gefühl und mehr Ausdauer im Bett beiträgt und die Prostata schützt.

Du siehst, es gibt viele gute Gründe, deine Beckenbodenmuskulatur zu stärken! Eine der effektivsten Arten, deinen Beckenbodenmuskeln zu stärken, ist das innovative MyPelvi Training mit Magnetwellentechnologie. Das Training dauert weniger als 30 Minuten und erreicht selbst die tiefsten Muskelschichten. 

Und du? Du musst einfach nur in Alltagskleidung Platz nehmen und keinen einzigen Schweißtropfen aufwenden! Die Magnetwellen übernehmen das Training für dich und stärken deine Beckenbodenmuskulatur nahezu unbemerkt: 

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Warum sollte ich die Beckenbodenmuskulatur trainieren?

Ganz einfach: Eine starke Beckenbodenmuskulatur ist die Grundlage für viele Aspekte deiner Gesundheit und deines Wohlbefindens. 

1) Inkontinenz

Regelmäßiges Training hilft dabei, Inkontinenz vorzubeugen oder zu verbessern. Wenn es bei dir auch unkontrolliert tröpfeln sollte, bist du nicht alleine! Inkontinenz betrifft rund 10 Millionen Deutsche [2]. Vor allem nach einer Geburt, Prostatektomie oder mit zunehmenden Alter kann Inkontinenz vermehrt auftreten.

2) Rückenschmerzen

Du sitzt oder stehst viel? Auch Rückenschmerzen, die durch eine instabile Körpermitte und einen schwachen Beckenboden verursacht werden, können durch eine kräftige Beckenbodenmuskulatur reduziert werden. Gleichzeitig verbessert das Training deiner Beckenbodenmuskulatur deine Körperhaltung.

3) Sexuelle Gesundheit

Für viele Frauen bedeutet ein stärkerer Beckenboden intensivere Orgasmen und ein bewussteres Körpergefühl. Bei Männern kann eine gestärkte Beckenbodenmuskulatur die sexuelle Ausdauer und die Intensität spürbar verbessern. 

Egal ob im Alltag, beim Sport oder in der Entspannung – eine trainierte Beckenbodenmuskulatur kann dir mehr Stabilität, Wohlbefinden und Selbstvertrauen in jeder Lebenslage schenken.

Wie fühlt sich ein schwacher Beckenboden an?

Es gibt einige Merkmale, anhand dessen du eine schwache Beckenbodenmuskulatur erkennen kannst. Es können Symptome auftreten, die du vielleicht gar nicht mit dieser Muskelgruppe in Verbindung bringst. 

Das liegt daran, dass deine Beckenbodenmuskulatur eng mit deinem Rumpf zusammenhängt und sich über dein gesamtes Becken spannt. 

Erfahre anhand der folgenden Checkliste, durch welche Symptome sich eine schwache Beckenbodenmuskulatur bemerkbar macht: 

  • Unkontrollierter Urinverlust (z. B. beim Niesen, Husten oder Lachen)

  • Häufiger Harndrang

  • Gefühl, die Blase oder den Darm nicht vollständig entleeren zu können

  • Gefühl von Schwere oder Druck im Beckenbereich, besonders nach langem Stehen oder körperlicher Aktivität

  • Schmerzen oder Unwohlsein im unteren Rücken

  • Geringere Libido, vermindertes sexuelles Empfinden oder sogar Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

  • Auftreten von Verstopfungen trotz normaler Ernährung

All diese Anzeichen sind Signale deines Körpers, dass deine Beckenbodenmuskulatur Unterstützung braucht.

Was schwächt die Beckenbodenmuskulatur?

Kommen wir zu den Gründen einer schwachen Beckenbodenmuskulatur. Was genau schwächt sie? Hier ist eine Liste mit häufigen Faktoren, die die Beckenbodenmuskulatur schwächen können:

  • Schwangerschaft: Dehnung der Gebärmutter und Muskeln

  • Geburten: insbesondere vaginale Geburten aufgrund der Dehnung der Beckenbodenmuskeln bei Durchtritt des Babykopfes [4]

  • Alter: natürlicher Muskulaturabbau und Elastizitätsverlust des Bindegewebes

  • Übergewicht: zusätzlicher Druck auf den Beckenboden

  • Schweres Heben: regelmäßige Belastung durch körperlich anstrengende Tätigkeiten

  • Chronischer Husten: durch Krankheiten wie Asthma, Rauchen oder Allergien

  • Verstopfung: häufiges starkes Pressen beim Stuhlgang

  • Hormonelle Veränderungen: zum Beispiel in den Wechseljahren, oder in der Schwangerschaft und danach

  • Schlechte Körperhaltung: Druck auf die Beckenmuskulatur durch dauerhaft falsches Sitzen oder Stehen

  • Genetische Veranlagung: Schwäche des Bindegewebes oder Neigung zu Beckenbodenproblemen

  • Bewegungsmangel: fehlende Aktivierung und Stärkung der Beckenbodenmuskulatur

All diese Faktoren können den Beckenboden im Laufe der Zeit schwächen. Umso wichtiger ist es, deinen Beckenboden regelmäßig zu trainieren und zu vieles Sitzen zu vermeiden.

Wie trainiert man am besten die Beckenbodenmuskulatur?

Jetzt, wo du weißt, ob deine Beckenbodenmuskulatur geschwächt sein könnte und was die Gründe dafür sind, ist es Zeit, deine Muskeln zu stärken.

Die effektivste Art und Weise, deinen Beckenboden zu trainieren, ist mit dem MyPelvi Training. In nur 22 Minuten pro Sitzung stimulieren rund 25.000 Magnetwellenimpulse deine Beckenbodenmuskeln. So werden die Muskeln dank modernster Technologie bis in die tiefsten Schichten erreicht und gestärkt. 

Das Beste: Du musst dich nicht einmal selbst anstrengen! Setze dich einfach in Alltagskleidung auf den Stuhl und lehne dich zurück. Unsere MyPelvi Beckenboden-Expert:innen sind an deiner Seite und stehen dir für deine individuellen Bedürfnisse zur Seite.

Schon nach wenigen Wochen kannst du erste Ergebnisse spüren und die Kontrolle über deinen Körper zurückgewinnen: 

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Soll man jeden Tag die Beckenbodenmuskulatur trainieren?

Wenn du herkömmliche Beckenbodenübungen machst, ist ein tägliches Training von einigen Minuten sinnvoll. Mit dem MyPelvi-Training hingegen sind keine täglichen Sessions nötig. 

Die Muskelkontraktionen, die durch Magnetwellen ausgelöst werden, sind gezielt und stark genug, um hervorragende Ergebnisse zum Beispiel in wöchentlichen Sessions zu erzielen. 

Je nach Ausgangszustand, Alter und deinen Bedürfnissen besprichst du deinen individuellen und personalisierten Behandlungsplan mit unseren MyPelvi Expert:innen.

Wie lange dauert es, die Beckenbodenmuskulatur zu stärken?

Die meisten Menschen merken nach 4-6 Wochen regelmäßigen Trainings erste Erfolge. Jedoch solltest du nicht sofort aufzuhören, sobald du Ergebnisse sieht. Wie beim regulären Muskeltraining brauchen auch deine Beckenbodenmuskeln regelmäßige Reize. So bleibt deine Beckenbodenmuskulatur gestärkt und du behältst die volle Kontrolle über deine Gesundheit und deine Muskeln! 

Deine Beckenbodenmuskulatur ist wie eine geheime Superkraft, die du durch regelmäßiges Training gezielt stärken kannst. Die Vorteile? Weniger Beschwerden, mehr Wohlbefinden und Sicherheit im Alltag und ein verbessertes Körpergefühl. Auch wenn du die ersten Ergebnisse nicht sofort spürst, bleib geduldig – nach wenigen Wochen wird sich dein Einsatz lohnen. Denk daran: Dein Körper wird dir danken, wenn du ihm die Aufmerksamkeit schenkst, die er verdient.

 

Referenzen

1)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2388375/?page=1
2)https://patientenbeauftragter.de/2023/06/30/10-millionen-inkontinenz-betroffenen-das-leben-erleichtern/
3) https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0889854505700371
4) https://link.springer.com/article/10.1007/s00192-007-0388-7

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